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Kapitalverkehrskontrollen

Grundlagen

Rechtliche Beschränkungen für Geldtransfers über eine Grenze — und wie sie bestimmen, wer eine Währung wo und zu welchem Spread handelt.

Kapitalverkehrskontrollen sind rechtliche Beschränkungen für den Transfer von Geld über die Grenze eines Landes. Sie treten in vielen Formen auf — Obergrenzen dafür, wie viel Fremdwährung ein Gebietsansässiger kaufen darf, Genehmigungspflichten für Überweisungen ins Ausland, Steuern auf Zuflüsse, Mindesthaltefristen für Auslandsinvestitionen, Beschränkungen für Gebietsfremde beim Halten der Landeswährung — und werden von Regierungen und Zentralbanken als Politik verhängt, verschärft und aufgehoben. Ihre Wirkung auf den Devisenmarkt ist unmittelbar. Kontrollen begrenzen, wer die Währung zu welchen Bedingungen halten darf, und damit auch, wer bei einem Geschäft in ihr auf der Gegenseite stehen kann. Deshalb haben Währungen unter strengen Kontrollen außerhalb der eigenen Jurisdiktion dünne oder gar keine Märkte, wo es einen Markt gibt weitere Spreads, und Preise, die von dem abweichen können, was der heimische Kurs sagt. Kontrollen ändern sich kurzfristig; der jeweils geltende Bestand ist daher Sache der Zentralbank und der Finanzaufsicht des Landes, deren veröffentlichte Regeln die einzige verlässliche Auskunft darüber sind, was derzeit erlaubt ist.

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