Zinsstrukturkurve
GrundlagenDie Zinsstrukturkurve zeigt Staatsanleiherenditen nach Laufzeit und bündelt Wachstums-, Inflations- und Zinserwartungen.
Die Zinsstrukturkurve bildet die Renditen der Staatsanleihen eines Emittenten über verschiedene Laufzeiten ab — von kurzlaufenden Papieren bis zu langen Anleihen. Ihre Form fasst zusammen, was der Markt für Wachstum, Inflation und Geldpolitik erwartet.
Eine steigende Kurve gilt als normal. Eine flache oder inverse Kurve, bei der kurze Renditen über den langen liegen, wurde historisch als Hinweis gelesen, dass Anleger eine Abschwächung und später Zinssenkungen erwarten. Am Devisenmarkt beobachtet man die Kurven beider Volkswirtschaften eines Paares: Das kurze Ende spiegelt Zinserwartungen, das lange Ende Wachstums- und Inflationsprämien. Divergierende Kurven gehen anhaltenden Währungstrends oft voraus.