Taylor-Regel
GrundlagenFormel, die den Leitzins mit Inflation und Produktionslücke verknüpft — ein Maßstab für lockere oder straffe Politik, keine Zinsprognose.
Die Taylor-Regel ist eine Formel, die angibt, wo der Leitzins einer Notenbank bei gegebener Inflation und Produktionslücke liegen sollte: Der Zins steigt, wenn die Inflation über dem Ziel liegt und die Wirtschaft über ihrer Kapazität arbeitet, und fällt, wenn eines von beidem darunter liegt. Sie wurde als Beschreibung des tatsächlichen Notenbankverhaltens vorgeschlagen und wurde zum Maßstab, an dem deren Entscheidungen gemessen werden.
Keine große Notenbank folgt ihr mechanisch, und das Ergebnis hängt stark davon ab, welche Schätzungen für Neutralzins und Produktionspotenzial eingesetzt werden. Händler nutzen sie als grobe Anzeige, ob die Politik gemessen an den Daten locker oder straff wirkt, nicht als Prognose der nächsten Entscheidung.