Chartformation
Technische AnalyseEine benannte Gestalt in der Kurshistorie statt einer Berechnung: wer die Grenzen zieht, warum die Zeiteinheit entscheidet und was der Name hinzufügt.
Eine Chartformation ist eine benannte Gestalt, die die Kurshistorie selbst bildet — eine Folge von Hochs und Tiefs, angeordnet auf eine Weise, der man einen Namen gegeben hat. Anders als ein Indikator wird eine Formation nicht berechnet, sondern erkannt; ihre Grenzen zieht also ein Mensch oder eine von jemandem geschriebene Regel, und zwei Leser können denselben Chartabschnitt unterschiedlich markieren und dabei beide der Definition folgen, die sie gelernt haben.
Einer Gestalt einen Namen zu geben, beschreibt, was bereits gezeichnet ist. Eine Formation ist durch geschlossene Balken definiert, und die Erzählung darüber, was typischerweise auf sie folgt, gehört der Tradition, aus der der Name stammt, und nicht dem Chart; dieselbe Gestalt kommt in Kurshistorien vor, in denen überhaupt nichts folgte, und sie entsteht oder verschwindet, wenn die Zeiteinheit gewechselt wird. Formationen werden zudem meist zusammen mit einer noch nicht eingetretenen Bedingung beschrieben — ein zu brechendes Niveau, eine Grenze, jenseits derer geschlossen werden soll —, sodass Gestalt und Ausgang zwei verschiedene Dinge sind und nur das Erste auf dem Bildschirm steht.