Schweigeperiode
GrundlagenDas Fenster rund um eine geldpolitische Sitzung, in dem Notenbankvertreter sich öffentlich nicht zur Politik äußern.
Eine Schweigeperiode ist ein selbst auferlegter Zeitraum, in dem Entscheidungsträger und Mitarbeiter einer Notenbank sich nicht öffentlich zur Geldpolitik oder zum Wirtschaftsausblick äußern; sie umfasst ein definiertes Fenster vor und um eine geldpolitische Sitzung. Zweck ist, dass die Entscheidung und die mit ihr veröffentlichte Begründung über die Ankündigung selbst ankommen und nicht über Bemerkungen in den Tagen davor. Jede Notenbank legt ihr Fenster selbst fest und veröffentlicht die Regel; Länge und Reichweite unterscheiden sich, Reden zu unverwandten Themen bleiben in der Regel erlaubt.
Für das Lesen des Kalenders ist das eine Terminfrage und kein Signal. Die Periode markiert die Zeit, in der kein weiterer offizieller Kommentar zu erwarten ist; was der Institution in diesen Tagen zugeschrieben wird, gehört daher gegen ihre eigenen Kanäle geprüft. Über den Inhalt der Entscheidung sagt sie nichts, und Notenbanken stellen ausdrücklich klar, dass das Schweigen im Fenster keine Botschaft trägt.