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Harte und weiche Daten

Grundlagen

Gemessene Größen gegen Umfrageantworten: Umfragen kommen zuerst, Messungen zählen Aktivität, und beide können auseinanderlaufen.

Harte Daten sind gemessene Größen: Produktion, Beschäftigtenzahlen, tatsächlich berechnete Preise, tatsächlich versandte Güter. Weiche Daten sind Umfrageantworten zu Stimmung, Absichten und wahrgenommener Lage: Geschäftsklima, Einkaufsmanagerumfragen, Konsumentenstimmung. Beides sind amtliche oder seit langem etablierte Statistiken; der Unterschied liegt darin, was sie festhalten. Weiche Daten kommen zuerst, denn Fragen geht schneller als Zählen, und sie sind meist die früheste verfügbare Lesung für einen Zeitraum. Sie messen zudem etwas, das die harte Reihe nicht misst: was die Befragten zu erwarten oder wahrzunehmen angeben — was sich nicht in die später gezählte Aktivität übersetzen muss. Beide Reihen können monatelang auseinanderlaufen, und keine ist die korrigierte Fassung der anderen. Wer analysiert, beschreibt diesen Abstand in eigenen Begriffen, statt die Umfrage als gescheiterte Prognose der gemessenen Reihe zu behandeln.

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