Eine Konsensprognose ist die zentrale Schätzung dessen, was eine bevorstehende Statistik zeigen wird, erhoben in einer Umfrage unter Volkswirten von Banken und Researchhäusern. Der Datenanbieter sammelt die Einzelprognosen, veröffentlicht deren Median oder Mittelwert, und genau diese eine Zahl druckt der Wirtschaftskalender als Erwartungswert neben den Termin.
Sie ist ein Bezugspunkt, keine Prognose mit eigenem Gewicht. Der Abstand zwischen der veröffentlichten Zahl und dem Konsens ist das, was Kommentare als Übertreffen oder Verfehlen bezeichnen — das Etikett hängt also vollständig davon ab, welche Umfrage der Kalender verwendet: Anbieter befragen unterschiedliche Panels, schließen die Erhebung zu unterschiedlichen Zeitpunkten ab und können für denselben Termin unterschiedliche Konsenswerte ausweisen. Manche zeigen zusätzlich die Spanne der Einzelprognosen, die über die Unsicherheit des Panels mehr aussagt als der Mittelwert.
Nächster Schritt
Leitfaden
Was eine Konsensprognose ist — und was nicht
Die erwartete Zahl im Kalender stammt aus einer Umfrage, die jemand gemacht hat. Wer befragt wird, wie der Wert entsteht, warum zwei Kalender abweichen und was ein Übertreffen wirklich belegt.