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Implizite Volatilität

Die bis zum Verfall erwartete Bewegung, die der Optionspreis nahelegt — ein notierter Preis für Unsicherheit, keine Richtungsprognose.

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Die implizite Volatilität ist das Ausmaß an Bewegung, das der Preis einer Option im zugrunde liegenden Paar bis zum Verfall als Markterwartung nahelegt. Sie wird nicht wie die historische Volatilität aus vergangenen Kursen gemessen, sondern mit einem vereinbarten Bewertungsmodell aus der Prämie herausgerechnet, die tatsächlich gezahlt wird, und üblicherweise als annualisierter Prozentsatz notiert. Zwei Optionen auf dasselbe Paar mit unterschiedlichen Basispreisen oder Laufzeiten tragen regelmäßig unterschiedliche implizite Volatilitäten. Sie liest sich besser als Preis denn als Prognose. Implizite Volatilität sagt, wie viel Bewegung bezahlt wird; deshalb steigt sie meist vor terminierten Ereignissen und bekannten Unsicherheitsquellen und fällt, sobald diese vorüber sind — unabhängig vom Ausgang. Über die Richtung sagt sie nichts, und sie ist nicht die Wahrscheinlichkeit eines bestimmten Ausgangs. Ihr Niveau hängt zudem vom verwendeten Modell und dessen Eingangsdaten ab, weshalb eine Zahl nur mit gleich berechneten Zahlen vergleichbar ist. Die Konventionen der veröffentlichenden Quelle sind damit Teil der Zahl und keine Fußnote.

Nächster Schritt

Leitfaden

Wie man eine Volatilitätsnotierung liest

Eine Volatilitätszahl ist ein Preis für Unsicherheit, keine Vorhersage. Was sie misst, warum ein Paar viele davon hat, wie die Form heißt und woher die Werte tatsächlich stammen.

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