Swap bei gehedgten Positionen
Kosten & GebührenBeide Seiten eines Hedges werden separat finanziert, die Swaps heben sich selten auf: Der Lock friert den Kurs ein, nicht die Kosten.
Eine Long- und eine Short-Position im selben Paar heben die Finanzierung in der Regel nicht auf. Jede Seite wird getrennt über Nacht gerollt, das Konto bekommt also den einen Swap gutgeschrieben und zahlt den anderen — und weil Long- und Short-Swapsätze auf beiden Seiten mit Aufschlag gestellt werden, bleibt unter dem Strich meist eine Belastung statt einer Null.
Genau deshalb ist das "Locken" einer Verlustposition eine teure Art, eine Entscheidung aufzuschieben: Das Kursrisiko steht still, die Finanzierung nicht, und der Wochenend-Rollover berechnet mehrere Tage auf einmal. Swapfreie Konten ändern die Rechnung, ohne sie abzuschaffen; nach einer gewissen Haltedauer tritt oft eine Verwaltungsgebühr an die Stelle des Swaps. Die Kontraktspezifikation nennt je Instrument beide Swapseiten; deren Saldo, multipliziert mit den erwarteten Nächten im Lock, ist der wahre Preis des Wartens.