Bandbreite
GrundlagenEin veröffentlichter Bereich um eine Leitparität, in dem sich eine gesteuerte Währung bewegen darf, an den Rändern behördlich verteidigt.
Eine Bandbreite ist ein veröffentlichter Bereich um eine Leitparität, innerhalb dessen sich eine gesteuerte Währung bewegen darf. Die Behörden geben Leitwert und Breite des Bandes bekannt und verpflichten sich, an dessen Rändern einzugreifen; in der Mitte bleibt der Kurs also dem Markt überlassen und trifft nahe einer Grenze auf offiziellen Flow.
Bänder machen das Verhalten einer Währung ungewöhnlich lesbar, weil die Grenzen bekannt und nicht abgeleitet sind. Kursbewegung innerhalb des Bandes ist gewöhnliche Preisbildung; Kursbewegung an einem Rand ist eine Verhandlung mit demjenigen, der ihn verteidigt. Die Parameter sind Politik, nicht Marktstruktur: Eine Zentralbank kann das Band verbreitern, die Parität verschieben oder die Regelung ganz aufgeben, und jede dieser Entscheidungen wird angekündigt, statt aus dem Handel zu entstehen. Wer ein solches Paar verfolgt, liest die geltenden Parameter in den Verlautbarungen der Zentralbank selbst — ein aus veralteter Quelle zitiertes Band beschreibt womöglich ein Regime, das es nicht mehr gibt.