Handelsspanne
Technische AnalyseDer Kurs dreht wiederholt an denselben zwei Begrenzungen ohne Nettorichtung: wer sie zeichnet und warum das Ende erst rückblickend feststeht.
Eine Handelsspanne ist ein Chartabschnitt, in dem der Kurs immer wieder nahe derselben oberen und derselben unteren Begrenzung dreht, über den Abschnitt hinweg aber keine Nettorichtung zeigt. Beide Begrenzungen zeichnet der Betrachter aus früheren Wendepunkten, eine Spanne ist also eine dem Chart auferlegte Beschreibung und nichts, was der Chart selbst veröffentlicht: Zieht man die Begrenzungen weiter, wird mehr vom Chart zur Spanne, zieht man sie enger, weniger.
Spannen werden meist zusammen mit den Begrenzungen selbst besprochen, denn das Vokabular für das Geschehen an jeder Kante — eine Drehung nach innen, ein Austritt, der hält, ein Austritt, der nicht hält — ist dasselbe wie bei Unterstützung und Widerstand allgemein. Eine Spanne endet zudem in dem Moment, in dem sie den Chart nicht mehr beschreibt, und das lässt sich erst nachträglich feststellen: Es gibt innerhalb einer Spanne keinen Punkt, an dem der Chart ankündigt, dass die nächste Drehung ausbleibt.