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Geld-Brief-Sprung

Handelsmechanik

Das Flackern zwischen Geld und Brief bei wechselnden Handelsseiten — ein Messartefakt, das kurzfristige Volatilität überzeichnet.

Der Geld-Brief-Sprung ist die kleine, abwechselnde Kursbewegung, die entsteht, wenn Geschäfte in einem unveränderten Markt von entgegengesetzten Seiten eintreffen. Wechseln Käufer und Verkäufer einander ab, springt der letzte gehandelte Kurs zwischen Brief und Geld hin und her, während die Quotierungen genau dort bleiben, wo sie waren — ein Chart aus gehandelten Kursen zeigt dann Bewegung, die niemandes Meinung ausgelöst hat. Es handelt sich um ein Messartefakt und nicht um ein Marktereignis, und es zählt überall dort, wo sehr kurze Intervalle untersucht werden. Auf Tick- oder Minutendaten berechnete Volatilität wird dadurch überzeichnet, in einer Reihe aus reinem Sprung kann eine scheinbare Rückkehr zum Mittelwert erscheinen, und eine auf letzten Handelskursen getestete Strategie handelt womöglich Rauschen, das in den Quotierungen gar nicht existiert. Die Arbeit mit Mittelkursen oder längeren Intervallen beseitigt den größten Teil des Effekts.

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