Tick-Chart
Technische AnalyseBalken, die nach einer Zahl von Kursaktualisierungen statt nach Zeit schließen — und warum diese Zählung einem Datenstrom gehört, nicht dem Markt.
Ein Tick-Chart bildet einen neuen Balken nach einer festen Zahl von Kursaktualisierungen und nicht nach einer festen Zeitspanne. Balken entstehen deshalb rasch, wenn Notierungen schnell eintreffen, und langsam, wenn der Markt ruhig ist; die waagerechte Achse misst Aktivität statt Uhrzeit. Die vier Werte innerhalb eines Balkens werden genauso festgehalten wie im Zeitchart, nur die Regel, die einen Balken beendet, ist eine andere.
Im Kassadevisenmarkt gezählt wird die plattformeigene Zahl der Kursaktualisierungen, nicht eine Zahl ausgeführter Geschäfte, denn eine zentrale Aufzeichnung gehandelter Größen existiert nicht. Zwei Anbieter mit unterschiedlichen Kursquellen beenden ihre Balken deshalb zu unterschiedlichen Zeitpunkten und zeichnen unterschiedliche Charts desselben Marktes; die Balkenzahl eines Tick-Charts lässt sich zwischen Plattformen nicht vergleichen. Die Zählgröße selbst ist eine Einstellung und keine Eigenschaft des Marktes, und wie bei jedem Charttyp, der auf einer gewählten Schwelle beruht, verändert ihre Änderung jeden Balken auf dem Bildschirm.