Geld- und Briefkurs-Charts
Plattformen & ToolsRetail-Charts zeigen meist nur den Geldkurs, Käufe füllen aber zum Brief — daher löst ein Stop auf einer Kerze aus, die ihn nie berührte.
Die meisten Retail-Plattformen zeichnen ihre Charts allein aus dem Geldkurs. Die Kerzen, die Sie analysieren, die daraus berechneten Indikatoren und die historischen Hochs und Tiefs auf dem Schirm sind sämtlich Geldseite, während eine Kauforder zum Briefkurs ausgeführt wird — Geld plus Spread.
Diese Asymmetrie erklärt eine der häufigsten Support-Beschwerden: Ein Stop-Loss in einer Long-Position löst aus, obwohl die sichtbare Kerze ihn nie erreicht hat. Ein Long wird zum Geldkurs geschlossen, insofern zeigt der Geld-Chart dieses Bein ehrlich; der Einstieg fand jedoch zum Briefkurs statt, und eine Short-Position wird zum Briefkurs geschlossen, den der Chart überhaupt nicht zeichnet. Die praktischen Antworten: die Ask-Linie einschalten, wo die Plattform sie anbietet, Stops mit Blick auf den Spread setzen statt exakt auf ein Chartniveau, und im Kopf behalten, dass eine Spread-Ausweitung um eine Nachricht den Briefkurs weit stärker bewegt, als der Geld-Chart nahelegt.