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Hinweis 12 Aktualisiert 2 Min. Lesezeit

Wie man die Ausführungsstatistik eines Brokers liest

Die durchschnittliche Ausführungsgeschwindigkeit ist die Zahl, die Broker veröffentlichen — und die am wenigsten aussagt. Worauf Sie stattdessen achten und wie Sie Ihre eigenen Fills messen.

Verfasst von der ForxZen-Redaktion

Warum die Schlagzeilenzahl kaum nützt

„Durchschnittliche Ausführung 34 ms" ist eine echte Messung der falschen Sache. Mittelwerte verbergen den Rand, und dort wird Geld verloren: bei Fills während einer Datenveröffentlichung, zur Sessioneröffnung, wenn die Liquidität dünn wird. Ein Broker mit schnellem Median und einem 99. Perzentil von zwei Sekunden sieht in einer Schlagzeile aus wie einer, der durchgängig schnell ist.

Das zweite Problem ist der Messbereich. Die Geschwindigkeit wird ab dem Server des Brokers gemessen, nicht ab Ihrer Plattform; Ihre eigene Latenz und jede Warteschlange davor bleiben außen vor. Als interne Kennzahl nützlich, als Vergleich zwischen Firmen schwach.

Worauf es sich zu achten lohnt

Vier Größen sagen mehr als Tempo. Der Anteil der Orders, die zum verlangten Kurs, besser oder schlechter ausgeführt wurden — ein Broker mit symmetrischer Verbesserung und Slippage verhält sich anders als einer, bei dem die Abweichung stets zu seinen Gunsten ausfällt. Die Ablehnungs- oder Requote-Quote, die zeigt, wie oft ein gestellter Kurs nicht gehalten wird. Perzentil-Latenz statt Mittelwert. Und dieselben Zahlen je Instrument, denn Majors und Exoten verhalten sich völlig unterschiedlich.

Broker unter erstklassiger Aufsicht veröffentlichen davon oft einen Teil, weil Best-Execution-Regeln es verlangen. Wo eine Firma gar nichts veröffentlicht, ist die Abwesenheit selbst aussagekräftig — kein Beweis schlechter Ausführung, aber ein Hinweis darauf, was intern gemessen wird.

Die eigenen Fills messen

Für eine kleine Stichprobe brauchen Sie den Broker nicht. Exportieren Sie Ihre Handelshistorie und vergleichen Sie je Order den verlangten mit dem erhaltenen Kurs, samt Uhrzeit und Instrument.

Drei Muster verdienen einen Namen. Durchgängig negative Slippage — schlechter für Sie, bei Einstiegen wie Ausstiegen — ist unabhängig von der Ursache ein Kostenproblem. Negative Slippage bei Einstiegen und neutrale bei Ausstiegen deutet meist auf das Routing hin, nicht auf böse Absicht. Und Ablehnungen, die sich um Nachrichtentermine ballen, sagen Ihnen, welche Strategien dieser Broker nicht tragen kann — was wichtiger sein kann als der beworbene Spread.

Zusammen mit dem Spread lesen

Ausführungsqualität und Spread werden gegeneinander getauscht; ein Vergleich nur einer Größe führt in die Irre. Ein enger beworbener Spread, der sich genau in Ihren Handelszeiten stark ausweitet, ist teurer als ein etwas breiterer, der hält. Messen Sie den Spread selbst zu Ihren Handelszeiten, nicht zu den ruhigen Stunden eines Marketing-Screenshots.

Was mit dem Ergebnis anfangen

Zeigt Ihre Stichprobe durchgängig negative Abweichung und veröffentlicht der Broker keine Statistik, ist die vernünftige Reaktion eine kleinere Allokation statt einer Auseinandersetzung — Ausführungsstreitigkeiten sind schwer zu gewinnen und leicht zu vermeiden. Sehen die Zahlen symmetrisch aus und sind Ablehnungen selten, haben Sie etwas, das die meisten Trader nie bekommen: Belege über Ihren eigenen Broker statt einer Meinung von einer Testseite.

Risiko

Kapital ist einem Risiko ausgesetzt. Der Handel mit Forex und CFDs ist mit einem hohen Risiko verbunden und eignet sich möglicherweise nicht für alle Anleger — die meisten Privatanleger-CFD-Konten verlieren Geld. Handeln Sie niemals mit Geld, dessen Verlust Sie sich nicht leisten können. Vollständigen Risikohinweis lesen

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