Vertragsanpassung
Broker & RegulierungWie eine offene Position bei einer Änderung des Bezugsinstruments angepasst oder beendet wird — und warum das keine Kursbewegung ist.
Eine Vertragsanpassung ist die Änderung, die ein Unternehmen an einer offenen Derivateposition vornimmt, wenn ein Ereignis das Bezugsinstrument betrifft: eine Teilung oder Zusammenlegung des Basiswerts, eine Ausschüttung, eine Änderung des nachgebildeten Index oder das Ende des Handels im Basiswert. Die Klausel erlaubt es, Positionsgröße, Eröffnungskurs oder Vertragsbedingungen so zu ändern, dass die Risikoposition der bisherigen vergleichbar bleibt, und die Position zu schließen, wenn keine Anpassung das erreicht.
Mitzunehmen ist, dass sich die Position ändern oder enden kann, ohne dass sich der Markt bewegt hat. Die Festlegung trifft das Unternehmen, die Bedingungen nennen sie meist endgültig, und Maßstab ist die Behandlung im Basismarkt und nicht etwas im Chart Sichtbares. Daraus folgt zweierlei: Eine angepasste Position passt womöglich nicht mehr zu der Größe, für die eine Verlustbegrenzung oder eine Limitierung berechnet wurde, und eine Schließung nach dieser Klausel ist keine Zwangsschließung wegen Margin, fällt also nicht unter deren Regeln. Beides steht im Vertrag, nicht in einer Plattformmeldung.
Verwandte Begriffe
Mehr in Broker & Regulierung
A-Book- / B-Book-ModellKontosperreKontoschließungVermittlungsmodell gegen EigenhandelsmodellAlternative Streitbeilegung (ADR)AML (Geldwäscheprävention)AngemessenheitsprüfungAustralian Securities and Investments Commission (ASIC)Abtretung und VertragsübernahmeAsymmetrische SlippageBaFinWirtschaftlich Berechtigter