Asymmetrische Slippage
Broker & RegulierungWenn Ausführungen öfter gegen den Kunden laufen als für ihn — eine Frage der Verteilung, nicht einer einzelnen Order.
Slippage ist asymmetrisch, wenn die Ausführungen eines Brokers häufiger oder stärker gegen die Kunden laufen als zu ihren Gunsten. Der Kurs ändert sich zwischen Ordererteilung und Ausführung tatsächlich, jedes reale Ausführungsmodell erzeugt also Slippage in beide Richtungen; auffällig ist erst ein dauerhaft einseitiges Muster, das nahelegt, dass die Differenz im Haus bleibt, statt weitergegeben zu werden.
Es geht um eine Verteilung, nicht um eine schlechte Ausführung — deshalb betrachten Best-Execution-Pflichten die Gesamtheit der Orders, und deshalb veröffentlichen manche Broker den Anteil der Orders, die zum gewünschten Kurs, besser und schlechter ausgeführt wurden. Das eigene Konto lässt sich genauso prüfen: gewünschten und erhaltenen Kurs über eine Serie von Orders notieren und beide Richtungen vergleichen, dabei Nachrichtentrades von normalen Bedingungen trennen, denn echte Volatilität verbreitert beide Enden zugleich.