A-Book- / B-Book-Modell
Broker & RegulierungA-Book-Broker leiten Aufträge an den realen Markt; B-Book-Broker nehmen intern die Gegenseite ein und profitieren direkt von Kundenverlusten.
Beim A-Book-Modell leitet ein Broker die Kundenaufträge an den realen Markt (einen externen Liquiditätsanbieter) weiter und verdient am Spread-Aufschlag oder an der Kommission, unabhängig davon, ob der Kunde gewinnt oder verliert. Beim B-Book-Modell nimmt der Broker die Gegenseite des Trades intern ein, das heißt, der Broker profitiert direkt, wenn der Kunde verliert — ein struktureller Interessenkonflikt, der offengelegt und reguliert, aber nicht gänzlich verboten ist.
Viele Broker fahren ein Hybridmodell und leiten größere oder beständig profitable Kunden ins A-Book, während sie kleinere oder weniger erfahrene Konten ins B-Book nehmen — eine Praxis, deren Offenlegung manche Regulierer verlangen.