FIFO-Regel
Broker & RegulierungBei mehreren Positionen im selben Instrument wird die älteste zuerst geschlossen. Merkmal eines Regimes, keine allgemeine Konvention.
Die FIFO-Regel — first in, first out — verlangt, dass bei mehreren Positionen im selben Instrument eine Schließungsorder zuerst auf die älteste davon wirkt. Sie ist ein Merkmal des US-Retail-Forex-Regimes und keine allgemeine Konvention, und sie kommt zusammen mit einer Beschränkung, die verhindert, Long- und Short-Positionen im selben Paar gleichzeitig zu halten.
Die praktische Wirkung betrifft, wie sich eine Strategie ausdrücken lässt. Sich in eine Position hineinzustaffeln und dann gezielt auf den jüngsten Teilen Gewinn mitzunehmen, ist nicht möglich; ebenso wenig, sich abzusichern, indem man eine Gegenposition eröffnet, statt die ursprüngliche zu schließen. Strategien, die für Konten im Hedging-Modus geschrieben wurden, laufen unter dieser Regel häufig überhaupt nicht, weil die Plattform die Orders ablehnt, auf die sie angewiesen sind. Welches Regime gilt, entscheidet die Gesellschaft, bei der das Konto liegt, und nicht die Plattform — eine Frage also, die vor dem Entwurf zu klären ist.