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Innerer Wert und Zeitwert

Handelsmechanik

Die zwei Teile der Optionsprämie: der bereits vorhandene Vorteil und der Preis für die verbleibende Zeit, in der mehr passieren kann.

Der Preis einer Option zerfällt in zwei Teile. Der innere Wert ist der Vorteil, den der Kontrakt bereits trägt — die Differenz zwischen Basispreis und Marktkurs, sofern diese Differenz dem Inhaber nützt, und null, wenn sie es nicht tut. Der Zeitwert ist der Rest der Prämie: das, was der Markt für die Möglichkeit verlangt, dass sich der Kurs bis zum Verfall noch weiter zugunsten des Inhabers bewegt. Diese Aufteilung erklärt das meiste, was ein Optionspreis über seine Laufzeit tut. Der Zeitwert schwindet mit näher rückendem Verfall, und bei einem Kontrakt nahe am Geld ist dieser Schwund auf der Zielgeraden am schnellsten, weil weniger Zeit bleibt, in der überhaupt etwas geschehen kann. Er wächst zudem, wenn der Markt mehr Bewegung erwartet, und schrumpft, wenn er weniger erwartet — unabhängig davon, wo der Kurs gerade steht. Der innere Wert folgt dagegen unmittelbar dem Marktkurs und sonst nichts. Keiner der beiden Teile ist eine Prognose: Sie zerlegen einen Preis, auf den sich zwei Parteien geeinigt haben, berechnet nach den Konventionen des notierenden Marktes und nicht nach einer allgemeingültigen Formel — weshalb Zahlen aus zwei Quellen nicht automatisch dasselbe meinen.

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