Getrennte Kundengelder
Broker & RegulierungKundeneinlagen, die getrennt vom Betriebskapital des Brokers gehalten werden, sodass sie nicht für dessen Geschäftsschulden verwendet werden.
Was bedeutet Getrennte Kundengelder in der Brokerregulierung?
Getrennte Kundengelder sind Einlagen von Tradern, die auf Bankkonten geführt werden, die vollständig vom eigenen Betriebskapital des Brokers getrennt sind, sodass Kundengeld nicht zur Deckung der Geschäftsausgaben oder Schulden des Brokers verwendet werden kann. Angesehene Regulierer wie die FCA und CySEC verlangen diese Trennung als Kernbedingung einer Broker-Lizenz.
Die Trennung soll Kundengelder schützen, falls der Broker zahlungsunfähig wird, schützt aber nicht vor Handelsverlusten — sie bewahrt das Geld selbst davor, in einer Insolvenz als Unternehmensvermögen behandelt zu werden.
Was zu prüfen ist: Segregierung ist eine Eigenschaft der Gesellschaft, die Ihr Geld hält, nicht der Marke. Suchen Sie also die vertragsschließende Gesellschaft im Kundenvertrag und lesen Sie die Kundengeldregeln der zuständigen Aufsicht. Daraus folgen zwei getrennte Fragen. Ist das Geld getrennt verwahrt? Und gibt es ein Entschädigungssystem — FSCS, die zyprische ICF oder keines —, das zahlt, wenn die Firma ausfällt und der getrennte Bestand nicht reicht? Beides wird meist zusammen genannt und ist nicht derselbe Schutz.
Verwandte Begriffe
Mehr in Broker & Regulierung
A-Book- / B-Book-ModellKontosperreKontoschließungVermittlungsmodell gegen EigenhandelsmodellAlternative Streitbeilegung (ADR)AML (Geldwäscheprävention)AngemessenheitsprüfungAustralian Securities and Investments Commission (ASIC)Abtretung und VertragsübernahmeAsymmetrische SlippageBaFinWirtschaftlich Berechtigter