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Systematischer Internalisierer

Broker & Regulierung

Firma, die Kundenorders außerhalb eines Handelsplatzes aus dem eigenen Buch bedient — mit Quotierungs-, Transparenz- und Aufzeichnungspflichten.

Ein systematischer Internalisierer ist eine Wertpapierfirma, die organisiert und häufig auf eigene Rechnung handelt und Kundenorders außerhalb eines Handelsplatzes ausführt. Die Kategorie besteht in den europäischen Wohlverhaltensregeln, um dieses außerbörsliche Geschäft Pflichten zu unterwerfen, die denen eines Handelsplatzes ähneln: Quotierungspflichten bei bestimmten Instrumenten, Transparenzanforderungen und Aufzeichnungspflichten — Gegenpartei ist dabei die Firma selbst, kein Markt. Für Privatkunden läuft es auf die Frage hinaus, wer die Gegenseite stellt. Führt eine Firma als systematischer Internalisierer aus, leitet sie die Order nicht an einen Markt weiter, sondern bedient sie aus dem eigenen Buch und trägt die entstehende Risikoposition, bis sie anders entscheidet. Das ist ein offengelegtes Modell mit eigenem Regelwerk, nichts Verstecktes, doch es macht Bilanz und Risikoentscheidungen der Firma zum Bestandteil der Ausführung. Der Status steht in den Ausführungsgrundsätzen und im Register der Aufsicht.

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