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Ordertypen und Slippage verständlich erklärt

Market-, Limit- und Stop-Orders wägen Preissicherheit gegen Ausführungssicherheit ab — woher Slippage kommt und was ein Stop-Loss wirklich festlegt.

Verfasst von der ForxZen-Redaktion

Eine Order ist eine Anweisung, keine Garantie

Jeder Ordertyp ist eine Abwägung zwischen zwei Dingen, die sich nicht gleichzeitig zusichern lassen: dem erhaltenen Preis und der Gewissheit, überhaupt ausgeführt zu werden. Welches der beiden ein Ordertyp schützt und welches er offenlässt, erklärt die meisten Überraschungen, die bei einer Ausführung auftreten.

Market-Orders: Ausführung zuerst

Eine Market-Order verlangt den nächsten verfügbaren Preis, wie immer dieser ausfällt. Bei normaler Liquidität liegt die Ausführung auf oder sehr nah am angezeigten Kurs. Ist das Orderbuch dünn oder bewegt sich der Markt schnell, kann sie deutlich davon abweichen. Eine Market-Order sichert damit unter fast allen Bedingungen die Ausführung — und beim Preis gar nichts.

Limit-Orders: Preis zuerst

Eine Limit-Order benennt den schlechtesten akzeptierten Preis: kaufen zu einem Niveau oder darunter, verkaufen zu einem Niveau oder darüber. Handelt der Markt dort nie, geschieht schlicht nichts; die Order bleibt liegen, bis sie ausgeführt, storniert oder nach ihrer Gültigkeitsdauer gelöscht wird. Sie beseitigt das Preisrisiko beim Einstieg und ersetzt es durch das Risiko, gar nicht teilzunehmen.

Stop-Orders und was ein Stop-Loss tatsächlich leistet

Eine Stop-Order ruht, bis der Kurs die Auslöseschwelle berührt, und wird in diesem Moment zur Market-Order. Das ist der Mechanismus hinter einem gewöhnlichen Stop-Loss, und deshalb legt dieser das beabsichtigte Ausstiegsniveau fest, nicht das tatsächlich erzielte: Nach dem Auslösen wird zu dem Preis ausgeführt, den der Markt als Nächstes stellt. Über eine schnelle Kurslücke hinweg kann der Unterschied erheblich sein. Eine Stop-Limit-Order vermeidet das, indem sie stattdessen zur Limit-Order wird — um den Preis, womöglich gar nicht ausgeführt zu werden.

Woher Slippage kommt

Slippage ist die Differenz zwischen erwartetem und erhaltenem Preis, und sie hat zwei gewöhnliche Ursachen. Die erste ist Latenz: die Millisekunden zwischen dem Absenden der Order und ihrem Eintreffen am Handelsplatz, in denen sich der Markt bewegen kann. Die zweite ist Markttiefe: Übersteigt die georderte Größe das Volumen an der Spitze des Buches, wird der Rest zu sukzessive schlechteren Preisen ausgeführt. Slippage ist von Natur aus richtungslos und kann ebenso zugunsten wie zulasten ausfallen — sie häuft sich jedoch um Datenveröffentlichungen, Sessionstarts und Wochenendlücken.

Was ein Orderticket zusichern kann und was nicht

Ausführungsmodelle gehen unterschiedlich mit einem gewanderten Kurs um: Bei Instant Execution führt ein Kurs außerhalb der Toleranz zu einem Requote statt zu einer Ausführung, bei Market Execution kommt der Trade zum neuen Kurs zustande. Manche Handelsplätze bieten zudem garantierte Stops, die das Ausstiegsniveau gegen Gebühr fixieren. Was kein Ordertyp aufhebt, ist die Grundtatsache, dass ein Kurs auf dem Bildschirm eine Notierung für einen Moment ist — keine Zusage für den Moment danach.

Risiko

Kapital ist einem Risiko ausgesetzt. Der Handel mit Forex und CFDs ist mit einem hohen Risiko verbunden und eignet sich möglicherweise nicht für alle Anleger — die meisten Privatanleger-CFD-Konten verlieren Geld. Handeln Sie niemals mit Geld, dessen Verlust Sie sich nicht leisten können. Vollständigen Risikohinweis lesen

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