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Warum Hebelgrenzen je nach Land und Gesellschaft unterschiedlich sind

Dieselbe Marke kann sehr unterschiedliche Maximalhebel bieten. Warum die lizenzierte Gesellschaft das entscheidet und was sonst noch an ihr hängt.

Verfasst von der ForxZen-Redaktion

Dieselbe Marke, zwei verschiedene Grenzen

Wer den auf der Website beworbenen Hebel mit dem vergleicht, den ein Konto tatsächlich bietet, findet oft eine Lücke und schließt daraus auf eine Falschdarstellung. Meist liegt keine vor. Eine einzelne Marke arbeitet häufig über mehrere lizenzierte Gesellschaften in verschiedenen Ländern, und der Maximalhebel ist eine Eigenschaft der kontoführenden Gesellschaft, nicht der Marke darüber.

Grenzen hängen an der Kundenkategorie

Wo der Hebel im Retail-Forex- und CFD-Handel gedeckelt ist, gehört der Deckel zur Privatkundeneinstufung, nicht zum Instrument und nicht zum Unternehmen. Die 2018 EU-weit eingeführten Maßnahmen, später in nationales Recht überführt und andernorts nachgebildet, sind das bekannteste Beispiel: engere Grenzen bei volatileren Instrumenten, angewandt auf Privatkunden. Ein als professionell neu eingestufter Kunde fällt aus der Privatkundenkategorie heraus — genau deshalb hebt dieser Weg den Deckel auf, und in den meisten Regimen gleich mehrere weitere Schutzrechte mit.

Der Wohnsitz entscheidet über die Gesellschaft

Deshalb wird bei der Eröffnung die Wohnanschrift so genau abgefragt. Der Wohnsitz bestimmt, welche Konzerngesellschaft den Kunden rechtmäßig aufnehmen darf, und diese Gesellschaft bestimmt das Regelwerk. Zwei Personen, die sich am selben Tag über dieselbe Website anmelden, können mit unterschiedlichem Maximalhebel, unterschiedlichem Negativsaldoschutz und unterschiedlichem Zugang zu einer Entschädigungseinrichtung enden — nur weil sie an verschiedenen Orten wohnen.

Nicht nur der Hebel hängt an der Gesellschaft

Die Gesellschaft bestimmt außerdem, wo Kundengelder liegen und nach welchen Trennungsregeln, welcher Beschwerde- und Schlichtungsweg existiert, ob eine Anlegerentschädigung greift und bis zu welcher Grenze, und was das Unternehmen offenlegen muss. Der Hebel ist davon schlicht das Sichtbarste, weil er im Marketing vorkommt. Der Rest zählt in dem Moment mehr, in dem etwas schiefgeht.

Warum eine Offshore-Gesellschaft mehr bieten kann

Höhere Hebel gibt es in der Regel bei Gesellschaften, die in Regimen ohne Privatkundendeckel lizenziert sind. Das allein belegt kein schlechtes Unternehmen, ist aber ein klarer Tausch, bei dem der Hebel die beworbene Hälfte ist. Die unbeworbene Hälfte ist der Rest der obigen Liste: welche Einrichtung, welche Schlichtungsstelle, welche Trennungsregeln, und welcher Rechtsweg bleibt, wenn die Gesellschaft ausfällt. Ein höherer Hebel erhöht zudem die Kosten des Irrtums — eine von der Regulierungsfrage getrennte Angelegenheit, die durch sie nicht besser wird.

Wo die Antwort tatsächlich steht

Die Zahl auf der Website beschreibt irgendeine Gesellschaft, nicht zwingend Ihre. Die reale Grenze eines Kontos steht im Kundenvertrag und in der Kontraktspezifikation des Instruments, und die dort genannte Gesellschaft ist diejenige, deren Aufsichtsregeln gelten. Diese beiden Dokumente zu lesen beantwortet die Frage abschließend — und es sind dieselben zwei Dokumente, die die meisten anderen beantworten.

Risiko

Kapital ist einem Risiko ausgesetzt. Der Handel mit Forex und CFDs ist mit einem hohen Risiko verbunden und eignet sich möglicherweise nicht für alle Anleger — die meisten Privatanleger-CFD-Konten verlieren Geld. Handeln Sie niemals mit Geld, dessen Verlust Sie sich nicht leisten können. Vollständigen Risikohinweis lesen

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