Interessenkonfliktrichtlinie
Broker & RegulierungDas Dokument zu abweichenden Interessen von Unternehmen und Kunde — warum Offenlegung die schwächste Antwort ist.
Eine Interessenkonfliktrichtlinie ist das gesonderte, im Kundenvertrag in Bezug genommene Dokument, in dem ein Unternehmen benennt, wo sein eigenes Interesse von dem des Kunden abweichen kann, und angibt, was es jeweils dagegen tut. Die genannten Lagen sind strukturell und nicht zufällig: das Unternehmen als Gegenseite der Kundengeschäfte, Erträge, die mit der Kundenaktivität steigen, Zahlungen an Vermittler oder von ihnen, und Mitarbeiter, deren Vergütung von Volumina abhängt.
Entscheidend ist, was das Unternehmen mit jedem Konflikt zu tun angibt, denn einen Konflikt zu erkennen ist nicht dasselbe, wie ihn zu beseitigen. Regulierte Rahmenwerke geben meist eine Reihenfolge vor: den Konflikt vermeiden, ihn so steuern, dass der Kunde nicht benachteiligt wird, und ihn nur offenlegen, wenn auf die ersten beiden kein Verlass ist. Damit ist die Offenlegung die schwächste der drei und nicht die Standardantwort. Die Richtlinie zu lesen heißt zu zählen, wie viele Einträge allein in Offenlegung münden, und zu prüfen, ob das Beschriebene unabhängig nachprüfbar ist.
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