Kündigungsgrund des Kunden
Broker & RegulierungDie vertragliche Liste der Kundenverfehlungen — weiter als Margin — und die Befugnisse, die dem Unternehmen sofort zufallen.
Ein Kündigungsgrund des Kunden ist die im Kundenvertrag festgehaltene Liste dessen, was als Verfehlung des Kunden gegenüber dem Vertrag gilt. Sie reicht weiter als Nichtzahlung. Neben dem Verfehlen einer Margin-Verpflichtung nennt sie meist eine nicht eingegangene Zahlung, eine bei der Kontoeröffnung abgegebene Erklärung, die sich als unrichtig erweist, abgelaufene Unterlagen, Zahlungsunfähigkeit oder Tod und in den meisten Verträgen den Verstoß gegen irgendeine Bestimmung — was die Liste absichtlich offen lässt.
Der Grund zu lesen ist das, was folgt. Tritt ein solcher Grund ein, darf das Unternehmen in der Regel ohne weitere Ankündigung Positionen ganz oder teilweise zu selbst bestimmten Kursen schließen, keine Aufträge mehr annehmen, Guthaben eines Kontos gegen die Unterdeckung eines anderen verrechnen, dafür Währungen umtauschen und den Vertrag beenden. Nichts davon setzt voraus, dass der Markt gegen den Kunden gelaufen ist: Ein abgelaufenes Dokument kann ein Konto in denselben Zustand versetzen wie eine Unterdeckung. Deshalb sind gerade die banalen verwaltungstechnischen Auslöser vorab wissenswert.
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