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Last-Look-Ausführung

Broker & Regulierung

Praxis eines Liquiditätsanbieters, eine Order vor Annahme kurz zu prüfen — für Trader spürbar als Ablehnungen oder Requotes.

Was bedeutet Last-Look-Ausführung bei der Orderausführung?

Last-Look-Ausführung bezeichnet die Praxis, dass ein Liquiditätsanbieter nach dem Streamen einer Quote ein kurzes Zeitfenster behält, um eine eingehende Order nach Sichtung anzunehmen oder abzulehnen. Hat sich der Markt in diesem Fenster gegen den Anbieter bewegt, kann die Order abgelehnt oder zu einem neuen Preis erneut angeboten werden. Grundlage ist, dass gestreamte Preise indikativ sind und Anbieter sich gegen Latenzarbitrage schützen wollen. Für den Trader zeigt sich Last Look nicht als Gebühr, sondern als Ablehnungen, Requotes oder Slippage; besonders relevant ist das für Strategien, die auf schnelle Fills angewiesen sind. Manche Plattformen streamen feste Preise ohne Last Look, und Broker legen zunehmend offen, ob es angewandt wird. Was zu prüfen ist: Last Look wird in der Ausführungspolitik des Brokers offengelegt, und die nützlichen Details sind die Länge des Fensters, ob die Prüfung symmetrisch ist — also Bewegungen in beide Richtungen ablehnt und nicht nur die gegen den Anbieter — und was mit einer abgelehnten Order geschieht. Den Rest beantworten Ihre eigenen Ausführungsdaten. Eine steigende Ablehnungsquote oder Slippage, die weit häufiger gegen Sie als für Sie ausfällt, ist die praktische Signatur dieser Praxis, was die Police auch sagt.

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