Mittelherkunftsnachweis
Broker & RegulierungDer Geldwäscheschritt zum Nachweis der Mittelherkunft, getrennt von der Identität. Spät angefragt, ist er der häufigste Grund blockierter Auszahlungen.
Der Mittelherkunftsnachweis ist der geldwäscherechtliche Schritt, der belegt, woher das Geld eines Kunden stammt — anders als die KYC-Prüfung, die nur klärt, wer der Kunde ist. Broker verlangen Gehaltsabrechnungen, Steuerbescheide, geprüfte Jahresabschlüsse, einen Immobilienkaufvertrag oder Kontoauszüge, die den Vermögensaufbau zeigen: Unterlagen, die die Einzahlung an eine legale Quelle binden und nicht bloß an Ihren Namen.
Ausgelöst wird er durch die Höhe der Einzahlung, ungewöhnliche Zahlungsmuster, eine Hochrisikojurisdiktion oder den Status als politisch exponierte Person — und der Zeitpunkt der Anfrage ist die eigentliche Falle. Viele Häuser eröffnen das Konto allein mit Ausweisdokumenten und fragen die Mittelherkunft erst ab, wenn eine große Auszahlung beantragt wird; die Auszahlung ruht dann völlig rechtmäßig, bis die Akte vollständig ist. Die Unterlagen bei Kontoeröffnung einzureichen und nur von Konten auf den eigenen Namen einzuzahlen, beseitigt den häufigsten Grund für eine blockierte Auszahlung.