Firmenkonto
Broker & RegulierungKonto mit einer Gesellschaft als Kunde: die drei getrennten Rollen, die längere Eröffnung und der Schutz, der fehlen kann.
Ein Firmenkonto ist ein Konto, dessen Inhaber eine Gesellschaft und keine Person ist. Kunde ist die Gesellschaft, und die beteiligten Menschen treten in drei getrennten Rollen auf, die die Unterlagen auseinanderhalten: die Eigentümer dahinter, die Geschäftsführer, die sie verpflichten, und die Personen, die Aufträge auf dem Konto erteilen dürfen.
Die Eröffnung ist deshalb eine gesellschaftsrechtliche Übung und keine Ausweisprüfung. Nötig sind die Gründungsunterlagen, ein Nachweis der letztlichen Eigentümer, ein Beschluss über die ordnungsgemäße Autorisierung des Kontos und die gesonderte Prüfung jeder in einer der drei Rollen benannten Person — weshalb es deutlich länger dauert als ein Privatkonto. Zwei Folgen reichen über die Eröffnung hinaus. Der aufsichtsrechtliche Schutz unterscheidet sich für Firmenkunden oft: Hebelgrenzen, Schutz vor negativem Saldo und Entschädigungsregelungen sind häufig für natürliche Personen geschrieben, und ob eine kleine Gesellschaft darunterfällt, ist eine Frage der konkreten Regeln und nicht der Größe. Und das Konto muss mit der Gesellschaft Schritt halten: ein Wechsel in Geschäftsführung oder Eigentum ist eine Aktenänderung, und eine nicht mitgeteilte ist eine Abweichung, sobald sie auffällt.
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