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Sunk-Cost-Fehlschluss

Risikomanagement

An einer Verlustposition oder Strategie festhalten wegen bereits investierter Zeit und Kosten statt wegen ihrer Aussichten.

Der Sunk-Cost-Fehlschluss beschreibt die Neigung, an einer Entscheidung festzuhalten, weil bereits viel in sie investiert wurde — und nicht, weil sie künftig etwas einbringen dürfte. Im Handel zeigt sich das, wenn eine Verlustposition über den geplanten Ausstieg hinaus gehalten wird, ‘weil ich schon so viel verloren habe’, wenn nachgekauft wird, nur um den durchschnittlichen Einstiegskurs zu senken, oder wenn eine Strategie nach Monaten Aufwand weiterverfolgt wird, obwohl ihre Grundlage nicht mehr trägt. Bereits aufgewendetes Geld und Zeit sind ohnehin weg und lassen sich über die laufende Position nicht zurückholen; zählen darf nur die vorwärtsgerichtete Bewertung. Vorab definierte Stop-Niveaus und Positionsgrößenregeln klären den Ausstieg, bevor überhaupt versunkene Kosten entstehen.

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