Sortino-Ratio
RisikomanagementDie Sortino-Ratio teilt die Überrendite durch die Downside-Abweichung und bestraft — anders als Sharpe — nur die schädliche negative Volatilität.
Die Sortino-Ratio ist ein risikoadjustiertes Performancemaß, das die Überrendite einer Strategie durch ihre Downside-Abweichung teilt — die Volatilität ausschließlich der negativen Renditen — statt durch die Gesamtvolatilität. Sie verfeinert den Kerngedanken der Sharpe-Ratio, indem sie günstige Ausschläge aus dem Strafterm streicht: Anleger stören sich nicht an Volatilität, die zu ihren Gunsten wirkt. Benannt ist das Maß nach Frank Sortino, dessen Forschung sich auf das Verlustrisiko konzentrierte.
Eine höhere Sortino-Ratio bedeutet mehr Ertrag je Einheit schädlicher Volatilität; der Vergleich mit der Sharpe-Ratio derselben Strategie zeigt, wie viel der Gesamtschwankung aus Gewinnen statt aus Verlusten stammte. Händler nutzen sie bei der Bewertung von Backtests, Fonds oder Signalanbietern mit asymmetrischem Renditeprofil, wo die Standardabweichung allein eine Strategie schlechter aussehen lassen kann, als ihre Verlusthistorie rechtfertigt.